han (27.04.15) Pädagogische und psychologische Handlungsfelder lassen sich natürlich aus Büchern, Berichten und Zeitungsartikeln erschließen. Aber einen tatsächlichen Einblick bekommt man in der Regel am besten, wenn man sich vor Ort erkundigt und umschaut.

 

Davon sind jedenfalls die beiden Fachlehrer/innen des Profilfachs „Pädagogik/Psychologie“ der beiden Eingangsklassen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums an der Louise-Otto-Peters-Schule überzeugt.Und so nahmen Wenke Rumrich und Leo Hansen Kontakt auf zum Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN), einer Facheinrichtung für psychiatrisch-psychotherapeutische und psychosomatische Behandlung und Betreuung von Erwachsenen in Wiesloch.

Daraufhin konnten ihre Schülerinnen und Schüler dem PZN einen Besuch abstatten. Und der begann mit einer Überraschung. Da die meisten zum ersten Mal das Gelände des PZN betraten, waren sie von der parkähnlichen Anlage begeistert. „Hier soll ein Krankenhaus sein, das sieht doch eher wie ein Wellness Spa aus“, war nur eine der Äußerungen.

Empfangen wurden wir von Frau Ditton-Hölscher, Leiterin AG Standards und Leitlinien, die uns zunächst einen Teil des Geländes zeigte. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler im Hörsaal des PZN einem interessanten Vortrag lauschen, durch den sie einen umfassenden Einblick über Geschichte, Arbeit, Berufsgruppen und Ausbildungsmöglichkeiten am PZN erhielten.

In der abschließenden Fragerunde wurde dann noch einmal genauer nachgefragt. Etwa, ob es gefährlich sei, in der Forensik zu arbeiten oder ob es möglich sei, jemanden gegen seinen Willen in die Psychiatrie einzuweisen. Auf alle Fragen gab Frau Ditton-Hölscher geduldig und vor allem fachkundig Antwort, sodass am Ende alle Schülerinnen und Schüler gut informiert den Heimweg antreten konnten.

In den anschließenden Unterrichtsstunden sahen sich die beiden LehrerInnen in ihrer Annahme bestätigt, dass der direkte Kontakt mit der Arbeitswelt einen ungeheuren Mehrwert für den Kompetenzerwerb der Schülerinnen und Schüler hat.