sge2 (27.04.15) Wir schreiben das Jahr 1912. Es geschieht das Unfassbare. Das unsinkbare Schiff, dieses Wunderwerk der Ingenieurskunst des frühen 20. Jahrhunderts, sinkt.

 

Gut hundert Jahre später wurden die Schülerinnen und Schüler der Eingangsklasse 2 des sozialwissenschaftlichen Gymnasiums an der Louise-Otto-Peters-Schule ein Teil dieser Geschichte, indem sie in Speyer im Rahmen der Titanic-Ausstellung verschiedene Schicksale miterleben konnten.

Früh morgens trafen wir uns mit unserem Lehrer Herrn Hansen in Heidelberg am Hauptbahnhof, um gemeinsam die Reise nach Speyer anzutreten. Im Museum wurden wir gleich zu Beginn der Ausstellung in das grauenvolle, aber zugleich historisch wichtige Ereignis mit einbezogen.

Wir bekamen alle eine Boarding-Card und so die Identität eines Passagiers der damaligen Mitreisenden zugeteilt, dessen Namen dann jeder für sich beim Ausstellungsgang entdecken konnte, um gleichzeitig festzustellen, ob dieser Passagier überlebt hat oder nicht. Neben vielen Original-Fundstücken wie Geschirr, Münzen, Briefe, Schiffsschrauben usw. beeindruckte die Ausstellung auch durch die schöne und dramatische Filmmusik sowie mit gezielt eingesetzten Lichteffekten.

Besonders gut gefiel uns, dass viele Teile aus dem Inneren des Schiffs nachgebaut waren und wir uns so auch tatsächlich in die damalige Situation einfühlen konnten. Ebenfalls gab es an den Wänden sehr viele Aufschriebe und Zitate von wichtigen und bedeutenden Passagieren, die uns noch mehr über die damalige Zeit verrieten.

Jeder konnte in seinem Tempo durch die Ausstellung gehen und sich auch mit einem Audioguide über das, was ihn am meisten interessierte, informieren. Highlights waren natürlich der Eisberg, der in einem Extraraum zu bestaunen war sowie ein Morsegerät, welches man ausprobieren konnte.

Nachdem zum Abschluss noch einige Fotos á la Rose und Jack (Kate Winslet und Leonardo DiCaprio) geschossen werden konnten, machten wir uns mit genügend Gesprächsstoff auf den Heimweg.