gre (15.02.2018) Die Reise begann am Donnerstag, den 19.10.17 um 11:00 Uhr am Bahnhof in Wiesloch-Walldorf. Von dort aus sind wir etwa 20 Minuten nach Mannheim gefahren, um dort in den ICE umzusteigen, der uns nach Frankfurt brachte. Dies dauerte wiederum eine halbe Stunde. Angekommen in Frankfurt mussten wir erst einmal ein Stück laufen, um zur Gepäckentnahme zu gelangen. Als wir schließlich am Terminal 2 ankamen, mussten wir noch 1:30 h warten, ehe der zweistündige Flug nach Alicante (Spanien) losging. Von Alicante aus sind wir dann nochmal eine knappe Stunde bis nach San Pedro del Pinatar gefahren, wo wir unsere Austauschschüler zum ersten Mal trafen. Die Anspannung stieg dabei von Minute zu Minute. Bei der Ankunft wurde jeder von seiner Gastfamilie freundlich empfangen. Es wurde noch von allen am Rathaus ein Bild gemacht bevor jeder von uns mit seiner Austauschschülerin nach Hause ging.

 

Am Freitag, den 20.10.2017 besuchten wir die Stadt Murcia. Wir trafen uns, nach der ersten Nacht bei unseren Gastfamilien, um 8:15 im Lehrerzimmer. Dort warteten Herr Grüssinger und Herr Naumann schon auf uns und als die Austauschschüler uns alle abgeliefert hatten, konnten wir zur Bushaltestelle fahren. Wir wurden von zwei freiwilligen Fahrern an der Bushaltestelle abgesetzt und haben auf den Bus gewartet. Während der Wartezeit haben wir uns alle eifrig erzählt, wie die Familien sind und was in der Zeit ohne einander gemacht wurde. Um 9:15 Uhr kam dann auch der Bus und wir hatten eine Fahrt mit einer tollen Aussicht auf die kleinen Städte, die um 10:30 Uhr endete. In Murcia angekommen suchten wir einen gemütlichen Ort zum Frühstücken, den wir um 11:00 Uhr dann auch gefunden hatten. Dort haben wir alle das erste Mal die Bekanntschaft mit „tostada con tomate“, also Toast mit Tomate, gemacht. Dies ist ein typisches Frühstück der Spanier, welches aus Toast mit pürierten Tomaten besteht. Dazu kann man Olivenöl und Salz hinzufügen. Nach dem Frühstück haben wir erfahren, dass das Zahlen in Spanien etwas anders ist als in Deutschland. Man zahlt nicht getrennt für das Essen was man bestellt hatte, sondern bekommt eine Rechnung mit der Summe und teilt diese untereinander auf, egal ob man mehr oder weniger als jemand anderes gegessen und getrunken hat. Unsere erste Sehenswürdigkeit in Spanien war die „Muralla de Verónicas“. Ein Abschnitt der Verteidigungslinie der Hispanisch-Muslimischen Stadt, basierend auf zwei Verteidigungslinien mit hoch aufragender Mauer und dessen Vorderwand. Daraufhin besichtigten wir die Stadt. Wir waren in „Puente de Nuevo“ im Stadtviertel San Juan. Dort besuchten wir die Kathedrale von Murcia. Für uns alle war dies sehr interessant, da wir einen kleinen Teil eines Gottesdienstes mitbekamen und uns gefreut hatten, dass wir einige Wörter verstanden und somit den Zusammenhang verstehen konnten. Außerdem konnte man auch auf einem kleinen Teil des Bodens, welcher aus Glas bestand, laufen und die restlichen Teile der davor vorhandenen Moschee sehen. Auf dem Platz vor der Kathedrale entstanden außerdem auch unsere ersten gemeinsamen Bilder aus Spanien. Daraufhin entdeckten ein paar von uns die Liebe zu Stradivarius. Dort shoppten wir ohne die Lehrer und trafen uns vor dem Einkaufszentrum gegenüber. Nach der Shoppingtour merkten wir alle wie kaputt und hungrig wir waren, also machten wir uns auf den Weg Richtung Bushaltestelle. Wir liefen am „Río Segura“ vorbei und machten auch dort sehr viele Bilder, da die Aussicht sehr schön war. Das Wasser war grün und trüb. Daraufhin fanden wir eine Art Tapasbar und aßen zusammen, jedoch war dies anscheinend nicht das beste Essen, das man in Spanien finden kann und hinzu wurde die Rechnung auch etwas teurer als erwartet. Trotzdem waren wir Schüler zufrieden mit dem Essen, da es auch unsere ersten Tapas waren. Nach dem Essen liefen wir zügig zur Bushaltestelle, stellten uns an die sehr langen Warteschlange an und fuhren wieder zurück mach San Pedro del Pinatar. Dort warteten unsere Austauschschüler auf uns und wir planten alle miteinander, was wir noch machen wollten. Wir entschieden uns eine kleine Tour durch die Stadt zu machen und so verabschiedeten wir uns von den Lehrern und besichtigten die, laut der Spanier, schönsten Ecken San Pedro del Pinatars. 

 

Am Montag hatten wir unseren ersten Schultag in Spanien. Wir trafen uns alle um 8.15 Uhr an der Schule und warteten auf die Lehrerin, die uns zu ihrem Unterricht mitnahm. Es war ein Englisch Kurs bei dem wir zuschauen durften. Danach hatten nur wir Deutschen mit unseren Lehrern „Nähunterricht“. Von 10 Uhr bis 11 Uhr hatten wir Frühstückspause. Anschließend, von 11.00 bis 11.30 Uhr begann die eigentliche Pause. Wir gingen in die Cafeteria und auf den Schulhof. Anschließend liefen wir zusammen mit unseren Austauschschülern und den Lehrern zum Rathaus bei dem wir von der Presse und der Bürgermeisterin empfangen wurden. Wir wurden kurz von der Presse gefilmt, uns wurde das Rathaus gezeigt und es wurden Gruppenbilder für die Zeitung und die Homepage geschossen. Um etwa 14 Uhr war es zu Ende und wir alle gingen zusammen auf einen Markt, direkt um die Ecke. Am Nachmittag ging jeder nach Hause und unternahm etwas mit seiner eigenen Austauschschülerin. 

 

Am Dienstag, den 24.10.2017, besuchten wir die Stadt Cartagena. Cartagena ist eine Stadt mit Seehafen im Südosten Spaniens. Wir trafen uns um 8.00 Uhr vor der Schule und als alle da waren stiegen wir in den Bus, der uns nach Cartagena brachte. In Cartagena angekommen liefen wir durch die Stadt und konnten erste Eindrücke gewinnen. Wir besuchten ein Markenzeichen der Stadt das „Cartagena Puerto de culturas“. Dort konnten wir uns den römischen Bezirk aus dem 1. Jahrhundert anschauen und bekamen eine Führung auf Englisch. Es war ein römischer Bezirk in der unmittelbaren Umgebung des Kolonialforums. Die noch stehenden Mauern sind bis zu 4 Metern hoch und die ursprünglichen Wandmalereien sind bis heute noch zu sehen. Danach besuchten wir ein Museum, ein Bürgerkriegsschutzmuseum. Ein Luftschutzbunker, der während des Spanischen Bürgerkriegs gebaut wurde. Dort hatten wir auch eine Führung, diesmal jedoch auf Spanisch. Die Galerien gaben uns einen Eindruck in den historischen und sozialen Kontext der Zeit. Nachdem dieser Programmpunkt abgehakt war, hatten wir etwas Freizeit. Gemeinsam mit unseren Austauschschülern bummelten wir durch die Stadt und genossen das schöne Wetter. Anschließend liefen wir zum Bus und fuhren zurück nach San Pedro del Pinatar. Um 14.15 Uhr kamen wir in der Schule an.

Den restlichen Tag konnten wir mit unseren Austauschschülern verbringen. Am Abend trafen sich alle Schüler, die am Austausch beteiligt waren, und gingen essen. Am Ende des Tages ging es wieder zu unseren Gastfamilien.

 

Am Mittwoch trafen wir uns um 8:00 Uhr mit einer Klasse, die sich in der Unterstufe an der Schule befand, um eine Wanderung durch den Regionalpark „Salinas y Arenales de San Pedro“ durchzuführen. Da unsere Austauschschüler an diesem Tag den Unterricht besuchen mussten, konnten sie nicht mit uns an der Wanderung teilnehmen. Dieser Regionalpark, der außerdem auch ein Vogelschutzgebiet ist, liegt 6km lang zwischen den Orten San Pedro del Pinatar und San Javiar, Gegen 9:30 legten wir eine einstündige Pause am „Marina de las Salinas“ ein. Nach dieser Pause liefen wir entlang des Strands „La Llana“ und kurze Zeit später gab es auch für uns die Möglichkeit im Meer schwimmen zu gehen. Diese sowohl anstrengende aber auch lohnenswerte Wanderung durch den Regionalpark erstreckte sich ungefähr 17km. Jedoch war der Ausflug für uns noch nicht zu Ende, da wir gemeinsam mit den Lehrern um 14:00Uhr noch in der „Cervecería Miguel Angel“ Tapas essen waren. Danach fuhren wir wieder zu unseren Gastfamilien zurück und genossen eine Siesta. Am Abend gingen wir entspannt mit der Familie essen.

 

 

Am Tag unserer Abreise haben wir unsere spanischen Austauschschülerinnen in die Schule begleitet. Von 08:15 Uhr bis 09:10 Uhr hatten wir das Fach Geschichte, der Unterrichtsinhalt handelte dabei von der Französischen Revolution. Anschließend, von 09:10 Uhr bis 10:05 Uhr, haben wir einen Einblick in das Unterrichtsfach Philosophie bekommen. Das Thema dieser Unterrichtsstunde war „Los tres sentidos de la verdad – Die drei Sine der Wahrheit“. Nach einer anschließenden Pause, von 10:05 Uhr bis 11:30 Uhr, ging es für uns weiter mit Englisch. In dieser Unterrichtsstunde bezog die Lehrerein uns mit ein. Wir haben auf Englisch über die vergangene Woche und unsere individuellen Erfahrungen des Schüleraustauschs berichtet. Nach der Englischstunde haben wir von 12:25 Uhr bis 13:20 Uhr mit unserem Nähprojekt von Montag weitergemacht. Von 13:20 Uhr bis 14:15 Uhr durften wir im Sportunterricht beim Volleyballspielen mitmachen. Danach endete für uns der Schultag und jeder ist mit seiner Austauschschülerin nach Hause gegangen. Um 15:45 Uhr haben wir uns beim Rathaus in San Pedro getroffen und uns von allen Schülerinnen und Lehrern verabschiedet. Die emotionale Verabschiedung hat uns allen gezeigt, dass wir sehr froh sind, an dem Schüleraustausch mit gemacht zu haben und wir uns schon freuen, wenn die Spanier zu uns nach Deutschland kommen. Um 16:00 Uhr wurden wir von einem Bus zum Flughafen nach Alicante gefahren, von dort aus ging es mit dem Flugzeug zurück nach Frankfurt.