Carina und Carola Menzel (11.05.2017) Am 24. September 2017 findet die nächste Bundestagswahl statt und mit dabei sind auch wie jedes Jahr viele Erstwähler. Doch für diese steht nicht nur die erste aufregende Wahl an, es kommen auch viele Fragen auf, die es unbedingt zu klären gilt: Wie viele Stimmen darf ich abgeben, wen kann ich wählen und vor allem was zeichnet die einzelnen Parteien aus? Wie werben sie für sich und wie arbeiten sie später im Bundestag zusammen?

Um Antworten auf genau diese Fragen zu erhalten, hatten wir, die J1/1, am vergangenen Freitag Besuch aus der Landeszentrale für politische Bildung, der uns mit einem rundum informativen Workshop ins Thema Bundestagswahl eintauchen ließ. Los ging es um halb zwölf. Die drei Studenten Nina, Daniel und Jan, die den Workshop leiteten, sind alle politisch engagiert und studieren Politikwissenschaften in Heidelberg. Daniel ist sogar selbst in einer Partei aktiv. Ihre Intention für den heutigen Nachmittag: der Klasse die Politik nahe bringen und alles anschaulich zu gestalten. Nach der Frage, wer von uns bereits wählen darf, stiegen wir gleich ein mit einem Film zur Bundestagswahl, der uns kurz und knapp auf den Punkt brachte, wie viele Stimmen jeder Wähler hat und wofür genau er sie abgeben kann.

 

Anschließend konnten wir unser Wissen mit einem Fragebogen zum Thema Wahlen und dem politischen System im Allgemeinen überprüfen. Es folgte ein lockeres Spiel, bei dem wir in zwei Gruppen Wahlplakate erkennen mussten, die langsam aufgedeckt wurden. Zu jedem Plakat konnten wir auch unsere Meinung abgeben, diskutierten über die Sprüche und Bilder, über die Gestaltung der Farben im Allgemeinen und wie die unterschiedlichen Parteien sich präsentieren.

 

Um nun auf die Parteien und ihre Positionen genauer einzugehen, sahen wir uns als nächstes verschiedene Konfliktlinien an. Eingeteilt in Gruppen sollten wir uns überlegen, wo wir die verschiedenen Parteien unter verschiedenen Aspekten einordnen würden. Sind sie eher rechts oder links orientiert? Eher autoritär oder antiautoritär, modern oder konservativ? Sind sie in der Stadt oder auf dem Land stärker vertreten? Während unsere Klasse die großen Parteien wie CDU oder SPD ziemlich leicht einordnen konnte, schwankte es beispielsweise bei der FDP, die, seit sie nicht mehr im Bundestag ist, medial weniger in Erscheinung tritt. Schnell wurde während dieser Übung jedoch auch in Bezug auf andere Parteien klar, dass es Themen gibt, bei denen man sie klar einordnen kann, während sich bei anderen Themen allerdings einiges vermischt.

 

Natürlich dürfen bei einem Workshop zur Bundestagswahl auch sie nicht fehlen: die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten. Dadurch, dass wir sie ihren Porträts, Lebensläufen und Parteien zuordnen sollten, lernten wir die unterschiedlichen Gesichter der Bundestagswahl ebenfalls kennen und bekamen abschließend noch einmal eine Zusammenfassung zu dem Gelernten über das Wahlsystem, die Sitzverteilung und die Kandidaten der unterschiedlichen Parteien.

 

Zusammenfassend können wir sehr positiv auf die vier Stunden zurückblicken. Wir haben sehr viel gelernt, einen kurzen, aber informativen Einblick in die Parteien und ihre Kandidaten bekommen und Informationen zum Wahlsystem und den verschiedenen Konfliktlinien erhalten. Die lockere Gestaltung der drei Studenten und die unterhaltsamen Spiele, die für stetige Mitarbeit gesorgt haben, ließen die Zeit wie im Flug vergehen!

 

Vielen Dank an Nina, Daniel und Jan für diesen tollen Workshop und natürlich auch an unsere GGK-Lehrerin Frau Geith.