Carina und Carola Menzel (14.03.2017) Am Montag, den 6. März 2017 war es endlich soweit: unsere Studienfahrt nach Barcelona stand vor der Tür! Um 10:45 standen wir alle voller Vorfreude auf die kommenden Tage in Wiesloch an der Schule, wo uns ein Bus abholte und zum Flughafen in Stuttgart brachte, von dem aus wir nach Spanien flogen.

Nach dem Check-In verweilten wir noch eine Stunde in der Abflughalle, bevor es endlich los ging mit dem Boarding. Etwas weniger als zwei Stunden waren wir über den Wolken und ehe wir es uns versahen, konnten wir unter uns das Mittelmeer erkennen. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt hatten, brachte uns ein Bus zum Hotel, wo wir erschöpft von der langen Reise unsere Zimmer bezogen, uns ausruhten und dann loszogen, um erste Eindrücke der Stadt zu bekommen, Einkäufe zu erledigen oder gemütlich in einer Bar etwas zu essen. Am Abend waren wir uns alle einig: die kommenden Tage konnten nur grandios werden!

 

Der Dienstag begann mit dem Frühstück um 8:00 und bereits um 9:00 empfing uns eine sehr freundliche Touristenführerin, die uns in den folgenden vier Stunden das Wichtigste zeigte, was man von Barcelona gesehen haben muss und endlich konnten wir uns einen richtigen Eindruck machen von der Stadt am Mittelmeer. Unter anderem bewunderten wir drei berühmte Gebäude, eines davon eine Kreation des Architekten Antoni Gaudí, eine sagenumwobene Kathedrale mit wunderschönem Garten und auch die schmalen Gassen und Plätze blieben uns nicht verwehrt. Als besonders beeindruckend stellte sich außerdem die Markthalle Mercado de la Bouqueria auf der Prachtstraße La Rambla heraus, in der man an riesigen Ständen von Fisch über Gemüse, Fleisch und Süßigkeiten in allen Farben und Formen auch äußerst schmackhafte Smoothies kaufen konnte.

 

Noch am selben Tag hatten wir noch einmal Gelegenheit, uns von den Gebäuden Gaudís beeindrucken zu lassen: im Park Güell, wo wir weitere äußerst eindrucksvolle Bauwerke, lustige Künstler und außerdem eine grandiose Sicht über Barcelona bestaunen durften. Besonders amüsant waren die Rolltreppen mitten in der Stadt, die uns auf den Hügel brachten, auf dem der Park sich befand. Die anschließende freie Zeit nutzten wir zum Shoppen, Essen oder einfach, um uns auszuruhen und ließen den Abend gemeinsam ausklingen.

 

Der nächste Tag begann mit einem Ausflug in die Sektkellerei Freixenet. Dort wurden wir durch beeindruckende Kellergewölbe, in denen der Wein gelagert wird, geführt und bekamen alles von der Traube über den Most bis hin zum fertigen Wein erklärt. Das Highlight war die Bahn, mit der wir durch die Lagerhallen fuhren und die anschließende Verkostung des Sektes, bevor wir unseren Heimweg zum Hostel antraten. Nachdem wir zu Mittag gegessen hatten, fuhren wir mit der Metro zu unserer nächsten Station: der Sagrada Família, eine Basilika, die von Gaudí entworfen und seit 1882 gebaut wird – zu Gaudís 100. Todestag 2026 soll sie voraussichtlich fertiggestellt sein. Nachdem wir ja bereits einige Gebäude des Architekten bewundern durften, waren wir natürlich sehr gespannt – und unsere Erwartungen wurden sogar noch weit übertroffen. Es lässt sich kaum in Worte fassen, wie imposant diese Basilika ist und wir waren sehr glücklich, dieses außergewöhnliche Bauwerk besucht zu haben. Es lässt sich nicht beschreiben – man muss sie besuchen, um es zu verstehen, und selbst dann ist es kaum zu begreifen.

 

Nach diesem eindrucksvollen Besuch gingen wir mit Frau Pelzl im naheliegenden Supermarkt einkaufen und kochten abends für die ganze Klasse Spaghetti mit Tomatensoße. Anschließend  saßen wir noch zusammen und nachdem der FC Barcelona an diesem Abend auch noch 6:1 gegen Paris gewann, brachen einige von uns sogar noch auf, um mit den Fans auf der Straße zu feiern, wo eine unglaubliche Stimmung herrschte.

 

Am vorletzten Tag unserer Studienfahrt standen eine Besichtigung eines spanischen Dorfes und jede Menge Freizeit auf dem Programm. Wie jeden Morgen trafen wir uns auch heute wieder in der Eingangshalle unseres Hostels. Gegen 10:15Uhr ging es dann endlich los in Richtung U-Bahn-Station und von dort aus direkt weiter in das spanische Dorf Poble Espanyol. Dort angekommen bekamen wir Zeit, das Dorf zu besichtigen, Bilder der eindrucksvollen Fassaden zu machen, aber auch um die letzten Souvenirs für zu Hause zu besorgen oder spanische Churros zu probieren. Nachdem wir an einem, im Dorf enthaltenen, Vistapoint einen atemberaubenden Ausblick auf Barcelona genießen durften und jede Menge Fotos schossen, wurde die Zeit jedoch etwas knapp und wir entschieden uns sogar noch, etwas länger dort zu verweilen.

 

Am Ende der Besichtigung trafen wir uns wieder am Eingang und gingen gemeinsam in Richtung U-Bahn-Station. Während einige Schüler beschlossen, gemeinsam mit Herr Grüssinger shoppen zu gehen, ließen andere sich den Besuch am Strand nicht entgehen.

 

Dort angekommen konnten wir den Blick auf einen strahlend blauen Himmel und das grandiose Mittelmeer werfen, in der Sonne Barcelonas liegen und Erinnerungsfotos schießen. Nach diesem Stopp entschieden sich einige, noch einmal auf La Rambla shoppen zu gehen, andere konnten sich noch nicht vom wunderschönen Strand trennen und blieben noch dort.

 

In den Abendstunden fand sich ein Großteil der Klasse dann wieder im Hostel ein, um Ratatouille zuzubereiten, andere entschieden sich heute jedoch dafür, die Klassenfahrt lieber mit spanischen Spezialitäten in einer typischen Tapas-Bar ausklingen zu lassen. Fast alle besuchten später noch zusammen mit den Lehrern eine Bar, um den letzten Abend noch in Klassengemeinschaft zu genießen.

 

Und dann ging es auch schon wieder zurück nach Deutschland. Sehnsüchtig warfen wir noch einen letzten Blick in den strahlend blauen Himmel Barcelonas, dann waren wir auch schon unterwegs mit dem Bus auf das Rollfeld und im Flieger auf dem Weg zurück nach Hause. Trotz einiger Turbulenzen landeten wir schließlich wohlbehütet am Stuttgarter Flughafen, holten unsere Koffer ab und dann waren wir auch schon auf der letzten Station unserer Reise: auf der Busfahrt nach Wiesloch. Zwar steckten wir bedauernswerterweise ziemlich lange im Stau fest, doch ließen wir uns die Laune nicht verderben – wir schwelgten noch einmal in all den Erinnerungen, die wir im Gepäck hatten, sahen uns Fotos der vergangenen Tage an und ehe wir es uns versahen, waren wir auch schon wieder dort angekommen, wo die Reise begonnen hatte: in Wiesloch. Dort wurden wir bereits von unseren Eltern empfangen und verabschiedeten uns nach Hause – um unseren Sonnenbrand (im März!) auszukurieren, Schlaf nachzuholen und natürlich Erinnerungen an eine unvergessliche Studienfahrt zu teilen!!!

 

In diesem Sinne auch noch einmal vielen Dank an Herr Grüssinger und Frau Pelzl, die uns diese grandiosen Tage am Mittelmeer ermöglicht und mit denen wir sehr viel Spaß gehabt haben!