(14.03.2017) Wir, die Jahrgangsstufe 1/2, traten am 6. März 2017 unsere Studienfahrt nach Prag an, in Begleitung von Frau Kron und Frau Geith. An einem frühen Montagmorgen um Punkt sechs Uhr ging die Busfahrt nach Prag los.

Mit dem Reisebus von Herolé kamen wir nach mehreren Zwischenstopps gegen halb zwei im Hotel Expo in Prag an. Auf einem dieser Zwischenstopps wurden wir von der tschechischen Polizei kontrolliert, da allerdings nichts Gesetzwidriges gefunden wurde, durften wir wieder Fahrt aufnehmen. Nachdem wir im Hotel eingecheckt und das Gepäck in die Zimmer gebracht und deren Komfort und Sauberkeit bewundert haben, sind wir mit dem Bus kurze Zeit später direkt in die Prager Altstadt gefahren und durften diese in Gruppen erkunden. Es machte sich sehr schnell bemerkbar, dass die Stadt viel vom Tourismus lebt, da es viele Souvenirshops oder die sogenannten ,,Mini Markets‘‘gibt.  Die Größe der Stadt, ihre nahezu unzähligen wunderschönen Bauwerke in den verschiedensten Stilen und die lustigen Schausteller in den Gassen, raubten so manchem von uns den Atem.

 

Um 19 Uhr gab es, so wie an all den folgenden Tagen auch, Abendessen im Hotel. Das Essen war allerdings für einige der Schüler kein Gaumenschmaus und das Personal war auch nicht das freundlichste, beides hat sich leider auch nicht geändert. Nach dem Abendessen bestand die Möglichkeit, das abendliche Prag zu entdecken. Schließlich fanden sich einige Schüler in einer Bar in der Prager Innenstadt ein und ließen dort den Abend gemütlich ausklingen. Prag bietet eine Vielzahl von verschiedenen Bars und Restaurants, viele davon sind sehr individuell gestaltet und ein echtes Erlebnis.

 

Der nächste Morgen begann mit einer Stadtführung. Da der Tag regnerisch war, fand die erste Stunde der Stadtführung im Bus statt, danach stiegen wir aus und setzten diese zu Fuß fort. Die Touristenführerin war sehr freundlich und kompetent. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zu einer Brauerei die das weltbekannte „Kozel“ braut. Während unserer Tour durch die Brauerei bestand auch die Möglichkeit, das Bier zu kosten, was die meisten auch mit großem Vergnügen taten. Das Bier in Tschechien unterscheidet sich etwas von dem deutschen Bier, es ist nicht so herb, dazu auch um einiges günstiger und weicher im Abgang. Nach der Besichtigung kauften viele noch Bier und Biergläser als Souvenir, ehe wir die Rückreise ins Hotel antraten. Am Abend hatten wir wieder die Gelegenheit, selbstständig das Prager Nachtleben zu erkunden.

 

Am Mittwoch fuhren wir mit dem Bus nach Theresienstadt, ein ehemaliges Konzentrationslager und Gefängnis, dort bekamen wir eine Führung in der Kleinen Festung, die leider von Sprachbarrieren und minimaler Inkompetenz geprägt war.  Im Anschluss bestand theoretisch noch die Gelegenheit die Große Festung zu besichtigen, doch die Beschilderung und der plötzlich wie aus dem Nichts auftauchende und protestierende Polizist sorgten für kafkaeske Verwirrung. Auf dem Rückweg nach Prag besuchten wir die kleine Stadt Melnik, wo wir alle in verschiedenen, urigen Lokalen zu Mittag gegessen haben. Nach dem Abendessen machten sich manche auf den Weg in Bars, andere besuchten die größte Disko Mitteleuropas, Karlovny Lazné. Eine fünfstöckige Disko, die man unbedingt mal besucht haben sollte.

 

Am Donnerstag besichtigten wir die Prager Burg, deren markantes Merkmal der St. Veits Dom ist, der gewisse Ähnlichkeiten mit dem Kölner Dom aufweist. Ein weiteres Highlight der Besichtigung war die Wachablösung an den Eingängen der Burg, die wir live miterleben durften. Des Weiteren befand sich im Goldenen Gässchen ein blaues Häuschen, in dem Franz Kafka einige seiner berühmtesten Werke verfasste. Nach der interessanten Besichtigungstour bat sich uns die Gelegenheit erneut auf eigene Faust Unternehmungen zu tätigen.

 

Vor dem Abendessen erhielten wir noch Zeit, um letzte Besorgungen zu erledigen und das vielleicht letzte Mal Prag bei Sonnenschein zu erleben. Den letzten Abend ließen die Meisten entspannt ausklingen. Wir alle verlassen Prag mit positiven Erinnerungen und hatten eine wirklich unvergessliche Zeit.