25.09.2016 (sgj) Sonntag, 18.09.2016: Das Erasmus+ Programm, das schon mal in Malta stattgefunden hat, startete dieses Mal in Polen. Die Schülerinnen und Schüler der J1, Lisa Wolf, Linda Niederer, Christine Challen, Maryse Gantert, Philomena Uhrich und Timo Egenlauf machten sich zusammen mit den zwei Lehrern, Frau Kron und Herrn Grüssinger, auf die Reise. Die Reise ins schöne Polen startet um 4:00 Uhr morgens an der LOP Wiesloch.

Als wir das Flugzeug verließen und die ersten Schritte in Polen machten, wurde es auch schon ziemlich heiter und lustig, denn Lisa fiel auf, dass sie ihren Geldbeutel vergaß. Nach kurzer Wartezeit am Informationsschalter bekam sie ihn glücklicherweise wieder. Anschließend wurden wir von zwei polnischen Schülern zum Hotel gebracht. Da wir ziemlich viel Zeit hatten bis die anderen Länder eintrafen, liefen wir mit den zwei polnischen Schülern und einer Lehrerin in ein Einkaufszentrum. Dort aßen wir dann eine Kleinigkeit und gingen nach dem Shopping zurück ins Hotel. Dort trafen wir auf die Finnen, die schon von Beginn an ziemlich sympathisch waren. Nachdem wir uns alle kennen lernten, ging es auch schon mit dem ersten gemeinsamen Abendessen los. Um den ersten Kontakt mit den anderen Nationen zu knüpfen, gingen wir gemeinsam bowlen und ließen den Abend ausklingen.

Montag, 19.09.2016: Am Montag, unserem ersten Tag mit vollem Programm, gingen wir gegen halb neun am Morgen zum Frühstück. Danach zeigten uns die polnischen Schüler den Weg zur Schule, die wir im Anschluss durch die polnischen Schüler kennenlernen durften. Nach einem kurzen Rundgang durch die Schule, versammelten wir uns in einem großen Raum.  Als erstes wurden wir mit dem Spiel ,My secret friend’ bekannt gemacht. Dann ging es weiter mit den Workshops. Unsere Aufgabe dort war es, verschiedene Stereotypen an verschiedene Länder zu verteilen und sie danach der Gruppe vorzustellen. Einige stimmten diesen Stereotypen zu, andere wieder nicht, was aber zu einer lustigen Diskussion führte. Nachdem diese vorbei waren, ging es weiter zur City Hall, wo uns ein kleiner Film über die Stadt gezeigt wurde.  Als dieser zu Ende war, gingen wir gemeinsam zum Hotel zurück, um zu Mittag zu essen. Als wir alle satt waren, ging es auch schon weiter in das Sztygarka Museum und der  Kohlmiene. In der Kohlmiene lernten wir, wie Arbeiter unter solchen Umständen arbeiten mussten. Im Anschluss gab es dann auch schon Abendessen. Das Abendprogramm bestand aus den Präsentationen der einzelnen Länder, den nationalen Tänzen jedes Landes und dem Probieren der Spezialitäten der Länder. Dem finnischen Tanz hat sich die Gruppe angeschlossen, was allen Beteiligten viel Spaß bereitete. Wir ließen den Abend mit Musik, guter Laune und Spaß ausklingen.

Dienstag, 20.09.2016: Am Dienstag, dem zweiten Tag in Polen haben sich alle nach dem Frühstück in Sportkleidung vor der Schule getroffen, von der wir uns auf den Weg zum See machten. Nachdem alle dort eingetroffen waren, teilten sich die Gruppen in Nordic walking und Fahrrad fahren auf. Andere entschieden sich Basketball zu spielen. Die zwei Gruppen liefen oder fuhren dann einmal ganz um den See, welches ungefähr eine Strecke von sechs Kilometern entspricht.  Währenddessen unterhielt sich jeder nett innerhalb seiner Gruppe. Nach diesen sechs Kilometern war klar, dass man am nächsten Tag nicht ohne Muskelkater aufwachen würde. Auch das Wetter spielte diesmal mit. Es war sonnig, aber auch ein wenig windig, was beim ganzen Laufen und Fahren gut tat. Als wir unsere Runde um den See beendet hatten, setzten wir uns alle in ein Café und tranken Kaffee oder Tee. Gegen 13:00 Uhr sind wir in einen anderen Park gegangen, um dort erstmal Mittag zu essen.  Jeder hat sich eine eigene Wurst gegrillt und dazu ein Brötchen gegessen, andere ihren Salat. Im Park sind wir dann auch noch geblieben und sind entweder geklettert, haben Ball gespielt oder sind Kajak gefahren. Nach dem Abendessen haben wir zusammen mit den Lehrern den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Mittwoch, 21.09.2016: Am Mittwoch wurde die Prophezeiung vom Vortag bestätigt, nämlich jeder hatte am ganzen Körper Muskelkater. Nach dem Frühstück trafen sich alle vor dem Hotel, zur Abfahrt ins „Palace of Culture“ Museum. Dort wurden wir rumgeführt und die Geschichte des Hauses wurde uns erzählt. Der letzte Raum war der Kunstraum, in dem wir gelernt haben wie mit Ton getöpfert wird, sodass jeder zwei Schalen töpfern durfte. An der nächsten Station, einer Tanzschule brachte die Tanzlehrerin uns traditionelle polnische Tänze bei. Hierbei musste Mann und Frau zusammen tanzen, in einer Art Polonaise. Nach der Tanzeinheit liefen wir weiter zum Hotel, wo es Mittagessen gab. Dort mussten wir uns beeilen, weil es danach gleich weiter mit Sport in der Schule ging. Hier wartete ein Taekwando Lehrer auf uns, der uns Übungen zur Selbstverteidigung zeigte, auch mit Waffen. Nach der Aikidoeinheit kam ein Fitnesstrainer, der mit uns Aerobic gemacht hat. Um 17:00 Uhr haben wir in der Schule beigebracht bekommen, wie man kalligraphiert. Wir durften mit Tinte und speziellen Holzfederstiften lernen, wie man früher in Polen die Zeitungen geschrieben hat. Als wir fertig waren, ging es wieder ins Hotel zum Abendessen. Nach dem Abendessen hatten wir Freizeit und die meisten verbrachten den Abend, indem wir zusammen in dem Zimmern waren. Es war eine lustige Runde mit neuen Freunden.

Am Ende des Tages wussten wir schon, dass der Muskelkater von heute nicht so schlimm sein wird, wie der Muskelkater von morgen.

 Donnerstag, 22.09.2016: Donnerstags stand ein Ausflug nach Krakow an. Nach dem Frühstück wurden wir von einem Bus abgeholt, der uns nach Krakow brachte. Auf der etwa einstündigen Fahrt lernten wir verschiedene Vokabeln und Redewendungen auf Polnisch, Maltesisch, Finnisch und Rumänisch. Bei der Führung durch Krakow wurde uns von einer Touristenführerin die Sehenswürdigkeiten, wie das ,,Wawel Castle’’, die prunkvolle Kathedrale von Krakow und der Marktplatz in der Altstadt vorgestellt. Im Anschluss hatten wir die Möglichkeit in kleinen Gruppen die Innenstadt zu erkunden. Die sehr schöne Architektur der Stadt sowie die kleinen Cafés sorgten für eine tolle Atmosphäre beim Bummeln. Einige Bauwerke erinnern an die Zeit des Kommunismus. Nachdem wir wieder im Hotel angekommen waren und gemeinsam zu Abend gegessen hatten, versammelten wir uns, um unserem ,,secret friend’’ ein kleines Geschenk zu überreichen. Um die interkulturellen Freundschaften zu pflegen hatte jeder Schüler in dieser Woche einen ,,secret friend’’, von dem er zusätzlich zwischendurch ein paar kurze Nachrichten bekam. Da die finnischen Schüler und Schülerinnen bereits am nächsten Morgen abfuhren, bekamen wir alle unsere Zertifikate ausgehändigt und genossen anschließend den letzten Abend gemeinsam bei einem spaßigen Bowlingmatch.

 Freitag, 23.09.2016: Am Freitag, der letzte Tag vor unserer Abreise, begann mit der Verabschiedung von den finnischen Austauschschülern. Nach deren frühen Aufbruch machten wir uns auf den Weg nach Katowice zum gemeinsamen Shoppen im modernen Silecia City Centre. Danach ging es für uns zurück ins Hotel für ein gemeinsames Mittagessen. Das Mittagsprogramm bestand aus der Wahl zwischen Wasseraerobic, Fußball oder auch Basketball. Während die Einen gemeinsam mit einer temperamentvollen Trainerin im Wasser tanzten, schufen die Anderen durch Teamsportarten ein ganz neues Toleranzgefühl gegenüber den anderen Austauschschülern. Daraufhin folgte das letzte gemeinsame Abendessen, woraufhin im Anschluss die Abschlussfeier stattfand. Diese wurde in der hoteleigenen Disco inklusive DJ gefeiert. Bei dieser hatten wir die Möglichkeit, durch Tanzen und angenehmen Unterhaltungen, uns zu verabschieden. Auch wenn uns dies nicht leicht fiel, hatten wir dennoch einen amüsanten Abend.

 Samstag, 24.09.2016: Nach der Party vom gestrigen Abend verließen uns schon morgens um 6:00 Uhr die Maltesen. Nach dem Verabschieden schliefen wir wieder ein und trafen uns zum letzten gemeinsamen Frühstück. Nachdem jeder seine letzten Sachen gepackt hatte, ging es auch schon um 12:00 los. Als wir dann alle unsere Zeit mit Musik und unterhaltsamen Gesprächen vertrieben, betraten wir etwa gegen 17:30 den deutschen Boden.  Am Erasmus+ Programm hat uns besonders die Gastfreundlichkeit der Polen und die Verschiedenheit aller Kulturen gefallen. Es war wieder eine überraschend neue Bereicherung, was die verschiedenen Kulturen zu bieten haben. Außerdem war es immer abwechslungsreich und somit wurde uns nie langweilig.