ko (27.06.2016) Die drei ausgewählten Szenen aus dem ursprünglich fünfaktigen Drama von Alan Ayckborn haben zunächst nicht viel miteinander zu tun - zumindest nicht vordergründig.

Was sie jedoch gemeinsam haben sind die Abgründe der menschlichen Kommunikation. Ob es sich nun um gnadenlosen Mutterwahn handelt oder um männliches Balzverhalten, überall scheint das Sich-Mitteilen und Sich-Verständigen ziemlich daneben zu gehen, bis sich alle Regeln auflösen. Glücklicherweise sind aber gerade solche Fehlschläge für den Zuschauer äußerst amüsant.

Die drei Szenen

Mutterfimmel: Lucy, eine überforderte Mutter von drei kleinen Kindern, kann nicht mehr umschalten auf ein Erwachsenengespräch und scheint sich auch sonst aus der Welt zurückzuziehen. Als die besorgten Nachbarn vorbeischauen, um nach dem Rechten zu sehen, werden sie zum Stillsitzen ermahnt und mehr als einen Keks gibt es auch nicht. Die junge Mutter scheint ihnen zwar verwirrt, dennoch können sich die Gäste den eigenen Urinstinkten nicht entziehen und reagieren unwillkürlich auf die mütterliche Ansprache. Als Beziehungsprobleme der beiden Nachbarn Rosmary und Terry zum Vorschein kommen, wird klar, dass Lucy nicht diejenige ist, die eine Lektion im Erwachsenwerden benötigt…sie benimmt sich schließlich nicht wie ein bockiges Kind.

Das Gleiche nochmal

Harry, der Ehemann Lucys, vergnügt sich währenddessen auf einer Geschäftsreise. Das Vergnügen scheint sich jedoch nicht so leicht einstellen zu wollen, denn obwohl er bereits ein Opfer gefunden hat, so scheinen seine Annäherungsversuche nicht ganz von Erfolg gekrönt zu sein.

Dorffest

Die letzten Vorbereitungen der ehrenamtlichen Organisatoren für das Dorffest laufen auf Hochtouren und nichts klappt so wie geplant. Auch das Mikrofon funktioniert erst in dem Moment, als es ganz und gar nicht hätte funktionieren dürfen... Und so fegt das plötzlich einsetzende Gewitter nicht nur die Festaufbauten weg, sondern auch die Masken der freundlichen Gemeindemitglieder.

Der Autor

Sir Alan Ayckbourn (geb. 1939 in London) ist einer der meistgespielten britischen Dramatiker der Gegenwart. Für seine Stücke wurde er mehrfach ausgezeichnet. Zentrales Thema von Ayckbourns Komödien sind die schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen, die oft die Grenzen zwischen Komödie und Tragik überschreiten, meist zur allgemeinen Erheiterung.

Aufführungstermine in der Aula des Berufsschulzentrums in Wiesloch

Donnerstag, 07.07.2016, 9:40 Uhr

Freitag, 08.07.2018, 18 Uhr

Freitag, 22.07.2016, 18 Uhr