22.04.2016 (sgj) Sonntag, 13.03.2016: Sechs Schüler, darunter vier aus der Eingangsklasse und zwei aus der Jahrgangsstufe 1, und zwei Lehrer, Frau Kron und Herr Grüssinger, machten sich auf die Reise nach Malta.

Im Rahmen eines Erasmus Programms, das von der EU gefördert wird, bekamen wir die Gelegenheit, andere junge Leute aus Finnland, Rumänien, Polen und natürlich Malta kennen zu lernen. Im Mittelpunkt sollte diese Woche das Thema Toleranz im und durch Sport stehen. So machten wir uns schon sonntagmorgens um 4:00 Uhr mit guter Laune und Vorfreude auf den Weg Richtung Stuttgart zum Flughafen. Als wir dann alle am Flughafen saßen und warteten, aß Herr Grüssinger vor lauter Angst Ingwer. Nachdem wir hoch über den Wolken waren, machten die meisten von uns Bilder, da es wirklich eine schöne Aussicht über dem Horizont war. Wir landeten gegen 12:00 Uhr in Malta. Unser Busfahrer begrüßte uns freundlich und brachte uns gut zum Hotel. Kaum im Hotel eingecheckt, ließen wir unser Gepäck stehen und liefen in Richtung Stadt und ans Meer. Da jeder einen Bärenhunger hatte, aßen wir etwas in verschiedenen Restaurants. Als wir anschließend wieder daheim im Hotel ankamen, knüpften wir schon vor dem Abendessen die ersten Kontakte mit den anderen Nationen. Dann gab es auch schon um 18:30 Uhr Abendessen. Nach dem Abendessen spazierten die Maltesen mit uns in die Stadt, um den restlichen Abend zu genießen.

Montag, 14.03.2016: Am Montag begann der Tag um 7.30 Uhr mit dem Frühstück. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zum G. f. Abela College. Zuerst wurden wir vom Schulleiter und den Betreuern begrüßt und eingewiesen. Danach wurden zum Zwecke des Kennenlernens Spiele mit anschließender Reflektionsrunde gespielt. Es wurden Gruppen festgelegt, in denen aus jedem Land ein Schüler vertreten war. Die Teams mussten sich gemeinsam Strategien überlegen und zusammenarbeiten, um das Ziel, in diesem Falle das Gewinnen, zu erreichen. Anfangs fühlte sich das Spiel ein wenig merkwürdig an, da man lediglich die Schüler aus Deutschland kannte. Doch durch den gemeinsamen Ehrgeiz brach das Eis relativ schnell und man begann sich wohler zu fühlen. Die maltesischen Schüler führten uns zudem durch ihr College, erzählten uns Dinge aus ihrem Schulalltag und im Anschluss wurden Präsentationen über Sport im Allgemeinen und Toleranz in den jeweiligen Ländern gehalten. Zudem wurde über die Themen in kleinen Gruppen diskutiert. Nach der Mittagspause ging es weiter mit einem zweistündigen Hip-Hop Workshop. Es stellte sich heraus, dass Hip-Hop gar nicht so leicht ist wie es aussieht. Doch jeder gab sein Bestes die komplizierten Schrittkombinationen auszuführen. Nach der anschließenden Reflektion fuhren wir mit dem Bus zurück zum Hotel. Es wurde gemeinsam zu Abend gegessen und nach einer kleinen Verschnaufpause liefen wir zur Innenstadt, um dort gemeinsam den restlichen Abend zu verbringen.

Dienstag, 15.03.2016: Heute wurden wir um 8 Uhr vor dem Hotel von unserem Bus abgeholt. Am Junior College sammelten wir die maltesischen Schüler ein und fuhren an den Strand nach Birzebbuga. Wir versammelten uns auf einem großen Sportplatz. Zum näheren Kennenlernen starteten wir mit einem Spiel. Nach dem Spiel teilten uns die Coaches in Gruppen auf. Aus jedem Land war eine Schülerin oder ein Schüler dabei. Es spielten jeweils immer 2 Teams gegeneinander. Man musste versuchen, sich den Ball ohne zu laufen fünfmal hintereinander zuzupassen ohne dass er den Boden berührt. Später gab es noch die Variante, dass man den Namen der Person rufen muss, der man zupassen will. Eine weitere Variante war, dass man das Spiel kniend spielen musste, zudem wurden den Spielern Verhaltensweisen zugewiesen, nach denen man spielen sollte (z.B.: aggressives oder zurückhaltendes Verhalten). Vor dem Mittagessen diskutierten und reflektierten wir gemeinsam das Spiel. Gemütlich in der Sonne am Strand aßen wir unser Lunch. Nach dem Mittagessen ging es dann nach Valletta. Dort besichtigten wir die St. John´s Co Cathedrale. Nach der Besichtigung hatten wir etwas Zeit zur freien Verfügung. Rückzugs fuhren wir mit der Fähre zurück nach Sliema. Um 19 Uhr gab es dann bei uns im Hotel Abendessen. Eineinhalb Stunden später wurden alle Schüler vom Bus am Hotel abgeholt und wir fuhren Richtung Hafen, um den Abend zusammen bei einem Abendspaziergang ausklingen zulassen.

Mittwoch, 16.03.2016: Heute mussten wir um 7 Uhr zum Frühstück gehen, da die Abfahrt mit dem Bus für 7:30 Uhr geplant war. Allerdings gab es ein Missverständnis, sodass wir zwar alle zur angegebenen Zeit vor dem Imperial Hotel standen, der Bus allerdings nicht. Dieser kam erst zur vorher geplanten Zeit um 8:30 Uhr, sodass wir alle zu früh aufgestanden waren. Als der Bus endlich ankam, fuhren wir ca. eine Stunde zum Fähranleger und von dort aus mit der Fähre zur Nachbarinsel Gozo. Dort wurden wir wieder von einem Bus abgeholt, dieser brachte uns zu den Ggantija-Tempeln, wo wir an einer Führung durch die Ausstellung und das Außengelände der Tempelanlage teilnahmen. Als wir damit fertig waren haben wir eine Wanderung zu einer Aussichtsplattform gemacht, von der aus man den Strand und das Meer sehen konnte. Danach mussten wir einen Abhang runterklettern, um zum Bus zu gelangen, der uns zu Gozos Hauptstadt brachte, dort hatten wir Zeit zur freien Verfügung bis um 15 Uhr. Später sind wir zu einem ehemaligen „Game of Thrones“ Drehort gefahren, dort haben wir jede Menge Fotos gemacht. Danach machten wir uns auch schon auf den Rückweg zum Hotel, es ging mit dem Bus wieder zum Fähranleger und mit der Fähre nach Malta, wo der Bus schon auf uns wartete, um uns zurück zum Hotel zu bringen.

Donnerstag, 17.03.2016: Am Donnerstag begann der Tag um 7:30 Uhr mit dem Frühstück. Daraufhin fuhren wir um 8:30 Uhr nach Mdina, dies war bis zum 16. Jahrhundert die Hauptstadt Maltas und liegt im westlichen Zentrum der Insel. Aus diesem Grund konnten wir bei unserer Schnitzeljagd nach antiken Figuren, Schriftzügen und typisch maltesischen Dingen die Stadt und vor allem das antike Stadtzentrum kennen lernen. Anschließend fuhren wir zum Junior College und genossen dort unsere Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein. Nach der Pause begannen wir den Workshop „Healthy Eating“, in dem wir leckere, aber nährstoffreiche Speisen und Getränke wie Bananenmilchshakes, Erdbeeren mit Schokospitze und gefüllte Äpfel zubereiteten. Schließlich durften wir nach dem Zubereiten und dem Aufräumen der Küche das selbst Zubereitete probieren. Daraufhin fuhren wir zurück zum Hotel und hatten etwas Zeit zum Ausruhen. Nach dem Spaziergang zur Pizzeria, in der wir alle zusammen Pizza aßen, ließen wir dort den Abend gemeinsam ausklingen.

Freitag, 18.03.2016: Der Tag begann wie üblich mit dem Frühstück und einer Busfahrt zum J.C.. Dort wurden wir schon von den Leitern erwartet und in die Sporthalle begleitet. Wir viertelten die Halle und spielten Basketball mit drei Regelstufen. Als erstes die regulären Basketballregeln, als zweite Stufe durfte man nicht mehr mit dem Ball laufen, nur die Mädchen konnten punkten und jedes Teammitglied musste den Ball berühren. Als letztes spielten wir wieder mit den Standardregeln, aber mit diversen unterschiedlich verteilten Rollen. Diese Übung sollte uns sensibilisieren gegenüber Inklusion und Diskriminierung. Als nächstes hatten wir eine kurze Pause, da die Betreuer unseren nächsten Workshop aufbauen mussten. Der Workshop „gender equality in Malta“ war eine Mischung aus Diskussionsspiel und dem Leiternspiel. Man musste würfeln, die erwürfelte Zahl auf dem Spielfeld vorrücken und dann eine Diskussion zu einem Statement oder zu einer Frage führen. Gewonnen hatte das Team, welches als erstes im Ziel war. Nach diesem Workshop gab es Mittagessen. Nach dem Mittagessen hatten wir eine Yogastunde, welche für die meisten die erste und sehr ungewohnt war. Nach anstrengender Aktivität fuhren wir zurück zum Hotel und hatten Freizeit bis zum Abendessen. Um 19:15 Uhr fuhren wir dann wieder ins J.C. für die Abschiedsfeier. Die Abschiedsfeier wurde mit dem kulturellen Abend verbunden. Jede Nation stellte traditionelles Essen und Trinken vor und es wurden nationaltypische Tänze präsentiert. Die Feier war sehr ausgelassen, wir tanzten, lachten und alle hatten Spaß. Um Mitternacht kamen wir wieder im Hotel an und ließen den Abend gemütlich ausklingen und nahmen Abschied.

Samstag, 19.03.2016: Abreisetag, die Stimmung war denkbar schlecht. Alle waren über die Abreise sehr traurig, die vorherrschende Meinung war, dass eine Woche zu kurz sei. Wir packten unsere Koffer fertig, frühstückten und verabschiedeten uns von den meisten. Wir fuhren zum Flughafen, wo ein paar Maltesen auf uns warteten, um uns zu verabschieden. Es war ein emotionaler Abschied. Wir warteten zwei Stunden am Flughafen und flogen nach München und von dort nach Stuttgart. In Stuttgart wurden wir schon von unseren Verwandten erwartet. Die Begrüßung war sehr herzlich und wir liefen wieder in heimische Gefilde ein. Die Reise war eine sehr prägende Erfahrung, wir lernten neue Kulturen kennen, erweiterten unseren Horizont und fanden neue Freunde, mit denen wir weiterhin nach Toleranz, Inklusion und gegen Diskriminierung streben werden.

Den Bericht schrieben: Linda Niederer, Timo Egenlauf (beide EK1), Lena Mayer, Lena Wokurka (beide EK2), Patrick Fichtner und Ole Sinn (beide J1/1).