gau (20.12.2015) Susanne Bahr, Oberstudienrätin an der Louise-Otto-Peters-Schule in Wiesloch, erfuhr dieser Tage eine besondere Ehrung.

Anlässlich Ihres 40. Dienstjubiläums bekam Sie von Schuleiter Oliver Wetzel eine Dankurkunde des Regierungspräsidiums überreicht.

Die Jubilarin studierte nach dem Abitur in Dortmund an der Kölner Universität Mathematik und Biologie. Danach arbeitete die diplomierte Mathematikerin am dortigen Rechenzentrum. „Die Tätigkeit war interessant, hatte aber zu wenig mit Menschen zu tun“, begründet die jetzige Lehrerin im nachfolgenden Gespräch ihren Schritt in den Schuldienst.

Dieser führte sie über Stationen an der Ulmer Valckenburgschule, der Bertha von Suttner-Schule in Ettlingen und der Bruchsaler Käthe-Kollwitz-Schule nach Wiesloch an die Louise-Otto-Peters-Schule. Hier ist sie seit 14 Jahren tätig.

Frau Bahr, was hat Sie an der Mathematik fasziniert?

Susanne Bahr: „Mathematik war schon immer meine Leidenschaft! Ein erfundenes Gedankengebäude, mit dem sich so vieles erklären lässt…“

Wie kamen Sie als Diplom-Mathematikerin auf die Idee, Lehrerin zu werden?

Bahr: „Meine Tätigkeit am Rechenzentrum der Uni Köln, die ich nach dem Studium aufnahm, war interessant, hatte aber zu wenig mit Menschen zu tun. Deshalb habe ich am Feierabend meine Abschlüsse um die ersten Staatsexamen in Mathematik und Biologie ergänzt.“

Hat sich die Schule in den letzten 40 Jahren verändert?

Bahr: „Die rasante Entwicklung der Medien hat Schule und Schüler verändert. In den 80-iger Jahren führten wir im Kollegenkreis noch Diskussionen, ob Stricken im Unterricht erlaubt oder verboten werden soll. Bei mir war es erlaubt. Und immer, wenn die Stricknadeln hinfielen und alle haben etwas aufgeschrieben, habe ich gewusst: Sie haben doch aufgepasst!“

Und heute?

Bahr: „Die heutigen Schüler scheinen durch die mediale Welt sehr belastet zu sein, sind viel häufiger krank. Vielleicht setzen sie sich aber auch stärker unter Druck als früher oder werden - beispielsweise von den Eltern - aus Angst um einen qualifizierten Schulabschluss unter Druck gesetzt.“

Wie lange möchten Sie noch als Lehrerin tätig sein und was kommt danach?

Bahr: „Ich habe vor – wenn ich es durchhalte – regulär 2018 in Ruhestand zu gehen. Dann wird es Zeit, etwas anderes zu tun. Was genau, weiß ich noch nicht, aber ich arbeite dran…“