mul (31.07.15) An der Louise-Otto-Peters-Schule in Hockenheim und Wiesloch wurden 70 frischgebackene staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher feierlich verabschiedet.

Darunter auch der erste Abschlussjahrgang des vor drei Jahren als Modellversuch gestarteten Ausbildungsgangs der praxisintegrierten Erzieherausbildung, kurz PIA genannt.

Schulleiter Oliver Wetzel stellte in seiner Begrüßungsrede in der voll besetzten Aula des Wieslocher Berufsschulzentrums heraus, dass es für ihn eine besondere Freude sei, junge Menschen mit einem Berufsabschluss zu verabschieden und dabei zu wissen, dass alle ohne langen Bewerbungsstress rasch eine Anstellung in ihrem erlernten Beruf erhalten werden oder bereits haben.

Sein besonderer Dank galt den anwesenden Einrichtungsleiterinnen, Anleitern und Anleiterinnen für ihre Bereitschaft und auch ihren Mut, den Weg der neuen Ausbildung von Beginn an mitzugehen. Zu einem Zeitpunkt, an dem es noch viele Fragen zu beantworten gab und an dem, wie so oft, wenn etwas „Neues“ ins Leben gerufen wird, eine anfängliche Skepsis herrschte.

Er betonte nicht ohne Stolz, dass es der Louise-Otto-Peters-Schule bereits zum Schuljahresbeginn 2012/2013 durch viel Überzeugungsarbeit gelungen sei, mit einer PIA-Klasse zu starten. Dadurch sei diese nicht nur die erste Abschlussklasse an der LOP, sondern gleichzeitig auch die erste im gesamten Rhein-Neckar-Kreis.

Weiter betonte er, dass die stetig steigenden Schülerzahlen in der praxisintegrierten Ausbildungsform als großer Erfolg zu werten seien. Die Louise-Otto-Peters-Schule werde ab dem neuen Schuljahr daher bereits mit zwei Klassen beginnen, nicht zuletzt aufgrund der positiven Erfahrung mit der ersten.

Die Klassenlehrerin Elisabeth Müller-Licht betonte in Ihrer Rede, dass die Klasse alle Erwartungen an die neue Ausbildungsform mehr als erfüllt habe.

Nicht nur, dass nach 170 Jahren Erzieherausbildung erstmals eine Vergütung bezahlt wird, sondern auch, dass durch die zu absolvierenden 2000 Praxisstunden der Theorie-Praxis-Transfer von Beginn an spürbar war und die Schülerinnen und Schüler rasch zu wertvollen Teammitgliedern und Partnern für Eltern und Kinder wurden. Sie lobte besonders die hohe Motivation und Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, die alle das Prüfungsjahr mit Bravour gemeistert haben.

Einen Preis für hervorragende Leistungen (Notendurchschnitt bis 1,4) erhielten Heike Trunk und Katharina Hartmann, ein Lob für gute Leistungen (Notendurchschnitt bis 1,9) erhielten Ina Janz, Johanna Knopf, Diana Koleda und Elisabeth Schlick.

Zum guten Gelingen der Abschiedsfeier trugen die musikalischen Beiträge der Abschlussklasse und der 3 BKSPIT1 unter der Leitung von Angelika Jäckle und Ursel Merkel bei. Für das leibliche Wohl sorgte Marion Morr mit ihren Schülerinnen.