gau (29.07.15) Wohl selten wird ein Pädagoge bei der Pensionierung so mit Lob überschüttet wie Hans-Peter Oberst von der Louise-Otto-Peters-Schule.

„Eine Ära geht zu Ende“, bedauerte Timo Sulzmann, der Vorsitzende des Personalrats, am letzten Schultag, „wir nehmen Abschied von einem Großen seiner Zunft.“ In der Tat war Oberst, der von Schulleiter Oliver Wetzel die Entlassungsurkunde überreicht bekam, mehr als nur ein Lehrer für Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde an den Schulstandorten in Hockenheim und Wiesloch.

Der angehende Ruheständler war eine Institution an der LOP, war im Laufe seiner Amtszeit als Verbindungslehrer, Fachschaftsvorsitzender und Bibliothekar tätig und gründete die Theater AG. Diese hat „Schüler aller Schularten vereint“, wie Sulzmann betonte, und ebnete den Weg für Bühnenpartnerschaften mit Malta. Was letztendlich zur Teilnahme am Comenius-Programm der Europäischen Union führte, das den Austausch mit Schulen vieler Länder ermöglichte.

Hans-Peter Oberst war nach seinem Dienstantritt 1974 zunächst vier Jahre lang an der Helene-Lange-Schule in Mannheim tätig, ehe er an die Marie-Luise-Kaschnitz-Schule in Wiesloch wechselte, die 1991 mit den Standorten Hockenheim und Wiesloch zur Louise-Otto-Peters-Schule wurde. Dort gehörte er eine gefühlte Ewigkeit lang zu den beliebtesten Lehrern bei den Schülern und im Kollegium.

„Mir wurde von Schülerseite immer bestätigt, dass wir eine menschliche Schule sind“, betonte Oberst, der beim Abschied Wehmut zeigte: „Ich war immer gerne hier, sonst wäre ich doch nicht so lange von Mannheim an die LOP gefahren.“