Das Sozialwissenschaftliche Gymnasium ist eine dreijährige Vollzeitschule. In diesem beruflichen Gymnasium werden alle Fächer und Kompetenzen vermittelt, die für das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife notwendig sind. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt auf der Vermittlung von Wissen, das für Berufe im Bereich Pädagogik, Psychologie und Gerontologie wichtig ist.

Im Profilfach Pädagogik und Psychologie lernen die SchülerInnen anhand ausgewählter Inhalte Grundbedingungen menschlichen Verhaltens kennen. Dabei erfassen sie die Abhängigkeit sozialen Verhaltens und sozialer Prozesse von Persönlichkeits-, Sozialstrukturen und Lebensbedingungen. Die SchülerInnen erwerben die Fähigkeit zur Kommunikation und Interaktion in verschiedenen sozialen Feldern als Voraussetzung für erfolgreiches berufliches Handeln. Sie werden vorbereitet Führungskompetenzen zu erwerben und den Strukturwandel in der Arbeitswelt als Chance für die Lebensgestaltung zu sehen.

Sozialmanagement als mögliches Wahlpflichtfach vermittelt Grundkenntnisse im Qualitätsmanagement und der Leitung und Führung von sozialen Einrichtungen. Der Unterricht findet in der gymnasialen Oberstufe in Klassenverbänden in Kombination mit Kursen statt, die die SchülerInnen mit intensiver Beratung nach der Eingangsklasse unter Beachtung bestimmter Richtlinien selbst auswählen können.

Im ersten Schuljahr erfolgt der Unterricht in der Eingangsklasse (EK), die mit dem Versetzungszeugnis in die Jahrgangsstufe 1 abschließt. Die Jahrgangsstufen 1 und 2 sind in vier Schulhalbjahre und jeweils halbjährige Kurse gegliedert.

Für den Schulbesuch muss kein Schulgeld bezahlt werden. Der Schulträger Rhein- Neckar-Kreis stellt die Lernmittel leihweise zur Verfügung.

Die SchülerInnen des Gymnasiums sind nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFÖG) beihilfeberechtigt, wenn die persönlichen Voraussetzungen dafür vorliegen.

Aufnahmevoraussetzungen

  • Abschluss einer
    Realschule oder Werkrealschule,
    Berufsfachschule oder Berufsaufbauschule mit einem Notendurchschnitt von 3,0 aus den Noten der Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch und mindestens die Note 4 (ausreichend) in jedem der Fächer
    oder das Versetzungszeugnis in die Klasse 10 (G8) bzw. Klasse 11 (G9) eines Gymnasiums.
  • Bei Schuljahresbeginn der Eingangsklasse darf das 19. Lebensjahr, bei Nachweis einer abgeschlossenen Ausbildung das 22. Lebensjahr noch nicht vollendet sein. Sollte die Bewerberanzahl die Aufnahmekapazität übersteigen, findet ein Auswahlverfahren statt.

Abschluss

  • Allgemeine Hochschulrufe / Abitur
  • Im zweiten Halbjahr der Jahrgangstufe 2 findet die Abiturprüfung statt. Sie umfasst schriftliche Prüfungen in vier Fächern, eine Präsentationsprüfung in einem weiteren Fach und gegebenenfalls mündliche Prüfungen. Das Profilfach Pädagogik und Psychologie wird in der Abiturprüfung doppelt gewichtetet. Die Hochschulreife wird aufgrund der Gesamtqualifikation zuerkannt, die sich aus dem erfolgreichen Besuch der Kurse in den Jahrgangsstufen 1 und 2 sowie der Abiturprüfung ergibt.
  • Ergebnis der bestandenen Prüfung ist das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) mit uneingeschränkter Studienberechtigung.

So kann es weitergehen

  • Studium an einer Universität, Berufsakademie, Hochschule mit akademischem Abschluss
  • Ausbildung im Dualen System im Hinblick auf eine Führungsposition im Beruf